Tee mit Rum selber machen: So einfach gelingt der Klassiker
Tee mit Rum – eine ganz schön starke Kombi. Und tatsächlich ein echter Klassiker unter den Tee-Mischgetränken. Wenn Du Dich fragst, wie man dieses Duo nennt, welcher Tee am besten zu Rum passt und wie die Zubereitung besonders gut gelingt, bist Du hier richtig. Wir zeigen Dir ein paar einfache Rezepte, hilfreiche Tipps für Dein Getränk und vieles mehr. Los geht’s!
Die Zubereitung auf einen Blick: Die drei goldenen Regeln
Bevor wir Dir drei leckere Rezepte für Tee mit Rum vorstellen, erklären wir Dir zunächst das Grundprinzip in drei einfachen Schritten. Denn mit diesem Grundwissen kann bei der Zubereitung nichts mehr schiefgehen:
- Eine starke Basis: Brühe immer einen kräftigen Tee auf. Ist die Basis zu wässrig, verschwindet das feine Teearoma durch den dominanten Rum. Nimm also lieber mehr Teebeutel oder verlängere die Ziehzeit deutlich.
- Erst süßen, dann veredeln: Löse das Süßungsmittel Deiner Wahl – beispielsweise Zucker oder Honig – immer vollständig im heißen Tee auf, bevor Du den Rum hinzugibst.
- Rum zum Schluss: Gieße den Rum ganz zum Schluss in den heißen, nicht mehr kochenden Tee. Auf diese Weise bleiben sowohl das volle Aroma als auch der Alkohol erhalten und verdampfen nicht.
Unsere drei Lieblingsrezepte für Tee mit Rum
Klassischer Grog mit Schwarzem Tee
Du möchtest den klassischen Grog probieren? Nichts leichter als das! Hier kommt ein einfaches Grundrezept, mit dem Dir der perfekte Einstieg gelingt – schnell und easy.
Zutaten für eine Tasse:
- 200 ml Wasser
- 1 Beutel kräftiger Schwarztee (z. B. TEEKANNE Ostfriesen Teefix oder English Breakfast)
- 2 bis 3 Stücke Kandiszucker (Kluntje), alternativ 1 bis 2 TL brauner Zucker
- 4 cl brauner Rum
- 1 Scheibe Bio-Zitrone zum Garnieren
Zubereitung:
- Tee zubereiten: Koche das Wasser auf und brühe den Teebeutel direkt in einem hitzebeständigen Glas oder Deiner Lieblingstasse auf. Lass ihn für drei bis fünf Minuten ziehen. Je nachdem, wie kräftig Du es magst.
- Süßen: Gib den Kandiszucker oder braunen Zucker hinzu und rühre alles gut um, bis er sich aufgelöst hat. Der Zucker ist die klassische Basis für den Rum.
- Rum hinzugeben: Gieße nun den braunen Rum vorsichtig dazu. Wichtig: Den Tee ab jetzt nicht mehr erhitzen, damit das feine Aroma und der Alkohol des Rums erhalten bleiben.
- Garnieren und genießen: Zum Schluss verfeinerst Du das Getränk mit einer frischen Zitronenscheibe am Glasrand. Fertig!
Fruchtiger Rum-Punsch auf Teebasis
Du hast Lust auf ein fruchtiges Upgrade? Kein Problem. Dieser fruchtige Punsch ist eine echte Geschmacksexplosion und die ideale Alternative zum klassischen Grog. So funktioniert’s:
Zutaten für eine Tasse:
- 200 ml Wasser
- 1 Beutel Früchtetee (z. B. TEEKANNE Spanische Orange)
- ½ Bio-Orange
- 1 bis 2 TL Honig oder Agavendicksaft
- 1 TL Honig oder brauner Zucker
- 2 bis 4 cl Rum (weißer für eine leichtere, brauner für eine kräftigere Note)
- Optional: 1 Zweig Thymian
Zubereitung:
- Aromen vorbereiten: Wasche die Orange heiß ab. Schäle mit einem Sparschäler einen langen Streifen der Schale ab. Presse anschließend den Saft aus der halben Orange.
- Tee aufbrühen: Gib den Teebeutel, die Orangenschale und optional den Thymianzweig in Deine Tasse. Übergieße alles mit kochendem Wasser und lasse es für fünf bis acht Minuten ziehen.
- Verfeinern: Entferne jetzt den Teebeutel und die festen Zutaten. Rühre den frisch gepressten Orangensaft und den Honig (oder Zucker) ein, bis sich alles aufgelöst hat.
- Finale: Gieße zum Schluss den Rum hinzu und rühre einmal um. Fertig ist Dein aromatischer Rum-Punsch!
Der „Pharisäer für Teetrinker:innen“: Tee mit Rum und Sahne
Vom legendären Kaffee-Klassiker inspiriert, kommt hier der sogenannte „Pharisäer“ für alle Teeliebhaber:innen. Der entscheidende Trick liegt darin, dass gleich zwei Teebeutel verwendet werden, um eine extrastarke Basis zu schaffen. So hat der Tee genug Kraft, um sich gegen den kräftigen Rum und die süße Sahnehaube durchzusetzen.
Zutaten für eine hohe Tasse oder ein Glas:
- 200 ml Wasser
- 2 Beutel kräftiger Schwarztee (z. B. TEEKANNE Assam oder eine kräftige Ostfriesenmischung)
- 3 Stück Würfelzucker (oder 2 bis 3 TL Kandiszucker)
- 4 cl kräftiger, brauner Jamaica-Rum
- 3 bis 4 EL frische, gekühlte Schlagsahne
- Optional: Kakaopulver oder Schokoraspel zum Bestäuben
Zubereitung:
- Sehr starken Tee kochen: Koche das Wasser auf und brühe die beiden Teebeutel direkt in Deiner Tasse oder einem hitzebeständigen Glas auf. Lass den Tee für mindestens fünf Minuten ziehen. So bekommst Du eine richtig kräftige Basis. Danach kannst Du die Beutel herausnehmen.
- Zucker auflösen: Gib den Würfelzucker oder Kandis in den heißen Tee und rühre so lange, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
- Rum hinzugeben: Gieße jetzt den Jamaica-Rum dazu. Ab diesem Moment wird traditionell nicht mehr umgerührt!
- Die Sahnehaube aufsetzen: Schlage die gekühlte Sahne mit einem kleinen Schneebesen oder Handrührgerät nur ganz leicht an, bis sie dickflüssig, aber noch nicht komplett steif ist. Lass die Sahne dann vorsichtig über einen umgedrehten Löffelrücken auf den heißen Tee gleiten. So setzt sie sich als perfekte Haube oben ab und vermischt sich nicht sofort mit Tee und Rum.
- Garnieren und servieren: Wenn Du magst, bestäube die Sahnehaube noch mit etwas Kakaopulver. Der „Pharisäer für Teetrinker:innen“ wird heiß durch die kühle Sahne hindurch getrunken.
Welcher Tee passt am besten zu Rum?
Aufgepasst: Nicht jeder Tee passt zu Rum. Die Wahl der richtigen Sorte ist wichtig, damit Dein Getränk am Ende gut schmeckt. Wir zeigen Dir, welche Teesorten am besten mit den kräftigen Aromen von Rum harmonieren – vom zeitlosen Klassiker bis hin zu trendigen Alternativen.
Schwarzer Tee mit Rum: Der Klassiker
Kräftiger Schwarztee ist die klassische Wahl für Tee mit Rum. Seine robusten, malzigen Aromen gehen mit der Spirituose eine harmonische Verbindung ein und werden nicht so schnell vom Rum-Aroma überdeckt. Besonders gut geeignet sind Sorten wie Assam, Ceylon und kräftige englische Mischungen wie English Breakfast. Ihre Tannine bzw. Gerbstoffe können die Süße des Rums gut ausbalancieren.
Übrigens: Die Kombination von heißem Schwarztee und Rum wird auch „Hot Toddy“ genannt. Bei dieser Variante werden immer Zitrone und ein Süßungsmittel wie Honig oder Zucker hinzugefügt. Auch ein kräftiger Earl Grey Tee kann das Getränk mit seinem Bergamotte-Aroma durch eine interessante zitrusartige Note bereichern. Die Sorte harmoniert besonders gut mit Spiced Rum.
In der deutschen Teekultur ist der Ostfriesentee eine traditionelle, besonders beliebte Wahl. Diese sehr kräftige, malzige Schwarzteemischung ist dafür gemacht, mit Zusätzen wie „Kluntje“ (Kandiszucker) und Sahne – oder eben einem Schuss Rum – getrunken zu werden, ohne an Charakter zu verlieren.
Kräutertee mit Rum: Geht das?
Generell: Ja, auch Kräutertees kannst Du mit Rum kombinieren. Allerdings solltest Du hier darauf achten, dass Du Sorten mit einem klaren und kräftigen Geschmacksprofil wählst. Pfefferminztee ist beispielsweise sehr beliebt. Die frische und kräftige Minznote bildet einen spannenden Kontrast zur Süße des Rums und schafft eine Art „heißen Mojito“. Rooibostee schmeckt von Natur aus leicht süßlich und erdig. Er enthält keine Tannine und passt wunderbar zu Spiced Rum, da er dessen Gewürznoten von Vanille und Zimt unterstreicht. Auch Kamillentee kann verwendet werden. Sein sanfter, blumiger und apfelähnlicher Geschmack harmoniert sehr gut mit einem leichten, weißen Rum und einem Löffel Honig.
Früchtetee: Die aromatische Alternative
Früchtetees, vor allem Sorten mit Noten von Zitrusfrüchten wie Orange, sind ebenfalls eine gute Wahl für einen warmen Tee mit Rum. Sie greifen die in vielen Rumsorten vorhandenen Frucht- und Gewürznoten auf und verstärken sie. Gerade Tees mit Beeren – z. B. Himbeere oder schwarze Johannisbeere – oder Tees mit Steinobst – z. B. Kirsche – können eine angenehme Süße und Säure einbringen. Beides kontrastiert gut mit dem karamellartigen Profil von braunem Rum.
Welcher Rum für Tee? So findest Du den Richtigen
Natürlich entscheidet nicht nur die Wahl des Tees über den finalen Geschmack Deines Getränks. Auch der Rum spielt eine wichtige Rolle. Egal, ob Du es lieber klassisch und kräftig, dezent und mild oder aromatisch und würzig magst – es gibt für jede Vorliebe den passenden Rum. Wir helfen Dir bei der Entscheidung.
Brauner oder weißer Rum: Was passt besser in den Tee?
Klassisch für einen warmen Tee mit Rum ist brauner Rum. Seine Aromen von süßem Karamell und Vanille aus der Fasslagerung ergänzen vor allem Schwarzen Tee auf wunderbare Art und verleihen Deinem Getränk den typischen Grog-Geschmack. Im Vergleich dazu ist weißer Rum deutlich leichter und subtiler im Geschmack. Soll das Tee-Aroma im Vordergrund bleiben oder wählst Du einen zarten Kräutertee als Basis, ist das die richtige Wahl.
Spiced Rum: Für ein besonderes Gewürzaroma
Sogenannter Spiced Rum ist ein Rum, der bereits mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Ingwer oder Muskatnuss verfeinert wurde. Er ist die perfekte Abkürzung für ein besonders aromatisches Getränk und passt toll zu Schwarz-, Früchte- oder Rooibostee.
Gut zu wissen: Hintergründe & Alternativen
Wie nennt man Tee mit Rum? Von Grog bis Jagertee
Die meistverbreitete Bezeichnung für Tee mit Rum und Zucker ist Grog. Die Geschichte des Grogs ist eng mit dem Rum, der Karibik und der britischen Royal Navy verbunden. Für die Seefahrer im 18. Jahrhundert war die tägliche Ration des karibischen Rums Teil des Alltags an Bord. Da der pure Alkoholgenuss oft zu Disziplinproblemen führte, griff Vize-Admiral Edward Vernon irgendwann ein: Während er in der Karibik stationiert war, erließ er am 21. August 1740 einen berühmten Befehl: Der Rum durfte nur noch mit vier Teilen Wasser verdünnt ausgeschenkt werden. Kurze Zeit später kamen noch Zucker und Limettensaft hinzu, und in kühleren Regionen wurde das Getränk heiß serviert – die Urform des heutigen Grogs war geboren.
Ein verwandtes, aber eigenständiges Getränk ist der Jagertee, auch „Jagatee“ genannt. Er stammt ursprünglich aus Österreich und enthält neben schwarzem Tee und Rum auch Wein, Obstbrände und Gewürze wie Nelken und Zimt.
Der Geschmack: wie Tee und Rum harmonieren
Die Kombination aus Tee und Rum funktioniert so gut, weil die herben Noten und Tannine des Tees die Süße des Rums ausbalancieren. Vor allem kräftiger Schwarztee ist hierin ein echter Meister. Rum bringt dabei komplexere Aromen von Karamell, Vanille, Eichenholz und tropischen Früchten mit ein. Sie ergänzen die oft malzigen und erdigen Noten des Tees und bereichern das Heißgetränk auf besondere Art.
Gibt es eine alkoholfreie Alternative?
Natürlich kannst Du den charakteristischen Geschmack von Tee mit Rum auch ganz ohne Alkohol genießen. Idealerweise greifst Du hierfür auf Rumaroma oder Rum-Backaroma zurück. Gib es tröpfchenweise in Deinen fertigen Tee, damit Du nicht aus Versehen zu viel nimmst. Wer es noch authentischer mag, arbeitet zusätzlich mit Gewürzen: Eine Prise Zimt, ein Hauch Vanille oder etwas frisch geriebene Muskatnuss eignen sich wunderbar zum Verfeinern. Kombiniert mit braunem Zucker für die typische Karamell-Note zauberst Du Dir im Handumdrehen einen köstlichen, aromatischen „Driver-Grog“.
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