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Fragen & Antworten

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen.

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Schwarzer Tee

Was ist Ostfriesentee?

Die Bezeichnung Ostfriesentee besagt natürlich nicht, dass der Tee in Ostfriesland angebaut wird; das raue Klima dort ist völlig ungeeignet, um Tee anzubauen. Es ist vielmehr eine Bezeichnung für eine bestimmte Geschmacksrichtung, die in Ostfriesland sehr beliebt ist.

Die Grundlage einer Ostfriesentee-Mischung ist der kräftige, ausgewogene, malzige Assam-Tee, der je nach Rezeptur durch hochwertige Darjeeling-, Ceylon-, Java- oder Sumatra-Sorten veredelt und abgerundet wird. Die Ostfriesen trinken ihren Tee am liebsten mit Kluntjes (Kandiszucker) und Rohm (Sahne).

Was ist Earl Grey-Tee?

Dieser beliebte aromatisierte Schwarze Tee ist benannt nach Earl Grey of Howick Hall, der in Großbritannien unter König William IV im frühen 19. Jahrhundert Premierminister war. Das feine Aroma des Earl Grey Tees stammt aus Öl der Zitrusfrucht Bergamotte (citrus bergamia).

Um die Namensbildung ranken sich viele Legenden. Die wohl plausibelste ist die folgende: In seiner Eigenschaft als Premier sandte Earl Grey einen Boten in diplomatischer Mission nach China. Dieser Bote rettete zufällig das Leben eines chinesischen Mandarins (ein Mandarin ist ein ranghoher chinesischer Bürokrat), der Earl Grey aus Dankbarkeit einen wundervoll schmeckenden, aromatisierten Tee nach England sandte. Dieser Tee war mit dem Bergamottöl aromatisiert. Der Earl Grey war wegen des angenehmen Geschmacks entzückt und bestellte bei seinem Teehändler fortan nur noch diesen Tee. Im Laufe der Zeit wurde dieser Tee schließlich nach seinem ersten "Liebhaber" benannt. Heute ist Earl Grey-Tee eine der weltweit beliebtesten Mischungen. 

Was ist eine Englische Mischung?

Die Englische Mischung, auch English Blend genannt, gibt es vornehmlich außerhalb Englands. So bezeichnete Mischungen enthalten Teesorten verschiedener Provenienzen und sind mit ihrem kräftigen Geschmack typisch für den Großteil der in England verzehrten Tees. Gut passen zur Englischen Mischung Milch und Zucker. 

Was ist Russischer Tee?

Russischer Tee wird auch Karawanentee genannt. So wurde früher der aus China kommende Tee bezeichnet, der über Russland auf dem Rücken von Kamelen nach Europa kam. Russischer Tee ist heute als "Russische Mischung" erhältlich. Er hat einen leicht rauchigen Geschmack.

Was bedeutet der Zusatz "Orange Pekoe" (OP)?

Der Zusatz "Orange Pekoe" weist auf den Blattgrad des Tees hin, ist also eine Blattgrößen-Bezeichnung für Tee. Orange Pekoe bezeichnet ein langes drahtiges Blatt. Das Wort "Orange" soll auf Oranien, das holländische Königshaus, zurückgehen und beim Tee "königlich" bedeuten. Eine weitere Deutung kommt vom malaysischen "orang" für "groß".

Grüner Tee

Wodurch unterscheidet sich der Grüne Tee vom Schwarzen Tee?
Grüner und Schwarzer Tee unterscheiden sich nicht in der Herkunft, beide stammen von der gleichen Teepflanze. Der Unterschied ergibt sich aus dem Herstellungsverfahren. Schwarzer Tee wird im Gegensatz zu Grünem Tee einer Fermentation unterzogen. Für nähere Informationen schauen Sie bitte in unseren Bereich Genießen & Wissen – Verarbeitung

Kräuter- und Früchtetees

Werden Fencheltees Aromastoffe zugesetzt?

Unser Produkt TEEKANNE Fenchel ist ein Naturprodukt. Außer den Fenchelfrüchten sind keine weiteren Zutaten enthalten (Monoprodukt).

Rooibostee

Was ist Rotbuschtee?

Rotbuschtee bzw. Rooibos- oder Massai-Tee wird aus den fermentierten jungen Trieben und nadelartigen Blättern der in Südafrika beheimateten Pflanze Aspalathus linearis hergestellt. Rotbusch gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Leguminosae) und wächst strauchartig zwischen 50 und 200 Zentimeter hoch.

Vor der Fermentation werden die Blätter und Zweigspitzen in ca. 0,5 Zentimeter lange Stücke geschnitten, mit Wasser angefeuchtet, gequetscht und in Schichten von 10-15 Zentimeter Höhe über 8-24 Stunden der Fermentation überlassen. Dabei werden Aromastoffe gebildet und die Blätter färben sich von Grün nach Rotbraun, der typischen Rotbuschtee-Farbe. Anschliessend werden sie an der Sonne innerhalb von ein bis drei Tagen getrocknet.

Rotbuschtee enthält im Gegensatz zu Schwarzem oder Grünem Tee kein Koffein.

Gesundheit

Wann wirkt Tee beruhigend, wann anregend?

Entscheidend für die Wirkung des Schwarzen Tees ist vor allem die Ziehzeit.

Lässt man den Tee nur etwa 2-3 Minuten ziehen, wirkt er eher anregend, da zunächst überwiegend das Koffein aus den Blättern gelöst wird.

Nach 4-5 Minuten wirkt der Tee eher beruhigend (sowohl auf das Zentralnervensystem als auch auf den Magen-Darm-Trakt), da sich nun auch die Gerbstoffe gelöst haben, die die Koffeinwirkung abschwächen.

Gibt es zwischen Koffein im Tee und Koffein im Kaffee einen Unterschied?

Das vor etwa 180 Jahren entdeckte Koffein im Tee wurde zunächst als "Thein" bezeichnet. Chemisch ist das Koffein im Tee aber identisch mit dem Koffein im Kaffee. Allerdings liegt das Koffein im Tee nicht wie im Kaffee in freier, sondern in gebundener Form vor. Im Tee ist das Koffein an Aminosäuren und Gerbstoffe gebunden, was zu einer anderen Wirkungsweise führt. 

Das Koffein im Tee bewirkt eine kontinuierliche, milde Anregung, die länger anhält als beim Kaffeegenuss. Dies ist zum einen mit der erwähnten Bindung des Koffeins an andere Tee-Inhaltsstoffe zu erklären, aber auch mit dem geringeren Koffeingehalt pro Tasse im Vergleich zu Kaffee. Eine Tasse Kaffee enthält etwa 30-60% mehr Koffein als eine Tasse Tee. 

Zubereitung

In England wird der Tee gerne mit Milch getrunken. Welche Milch wird genommen und wieviel kommt in eine Tasse?

Der Zusatz von kleineren Mengen Milch oder Sahne führt zu einer Intensivierung des Teegeschmackes und gleichzeitig werden die adstringierenden Eigenschaften der Tee-Inhaltsstoffe gemildert.

Der Engländer gibt dem Tee etwas "cream" mit ca. 8-10% Fett hinzu, in Ostfriesland bevorzugt man Sahne. Auch Vollmilch (H-Milch oder frische Milch) sowie Kondensmilch finden mittlerweile Verwendung. Letztendlich sollte der persönliche Geschmack über die Verwendung entscheiden. Dies gilt natürlich auch für die zugesetzte Menge Milch oder Sahne, so dass man hierzu keine generelle Empfehlung geben kann. Als Orientierungshilfe kann z.B. eine Tassenportion Kondensmilch dienen, die man oft auch im Café zum Schwarzen Tee bekommt.

Wie bereite ich eine perfekte Tasse Tee zu?

Neben der Qualität und der Menge des Tees sind gutes Wasser und eine angemessene Ziehzeit die unerlässlichen Grundlagen für eine aromatische Tasse Tee. 

Beginnen Sie damit, Ihre Kanne oder Tasse vorzuwärmen (füllen Sie Ihre Kanne oder Tasse mit heißem Wasser und lassen Sie es einen Moment darin stehen).

Ein Tipp: Benutzen Sie nur frisches, kaltes Wasser. Falls Sie kein gutes Leitungswasser haben, können sie gefiltertes Wasser oder (stilles) Wasser aus Flaschen verwenden. Nehmen Sie niemals heißes Wasser aus der Leitung. Öffnen Sie den Hahn für einige Sekunden, bis das Wasser richtig kalt ist. Dann ist es sehr sauerstoffreich und erlaubt dem Tee, sein volles Aroma zu entfalten.

Bringen Sie das Wasser zum sprudelnden Kochen. Etwas längeres Kochen hilft, das Wasser weicher zu machen. Aber Vorsicht: Das Wasser nicht "totkochen", sonst verliert es den Sauerstoff und der Tee wird fade. Gießen Sie das noch sprudelnde Wasser über die Teeblätter.

Da das Koffein und die Gerbstoffe im Tee nach unterschiedlicher Ziehdauer ihre maximale Wirkung entfalten, ist eine Ziehzeit von 3 bis etwa 5 Minuten optimal (bei Grünen Tees sollte das Wasser etwas kälter sein und nur drei Minuten ziehen), bevor Sie den Tee heiß servieren. 

Wie bereite ich Eistee zu?

Eistee ist ein köstliches Erfrischungsgetränk – kein kalter Tee! Einfach den Tee dreifach stark zubereiten und mit Zitronensaft und mit Zucker oder Honig abschmecken. Den noch heißen Tee in Gläser gießen, die zu 2/3 mit Eiswürfeln gefüllt sind und kräftig umrühren.

Verschiedenes

Kurz nachdem ich eine Kanne Tee gekocht habe, bildet sich auf dem Tee ein öliger, schmieriger Film, der zwar nicht den Geschmack beeinträchtigt, aber doch unappetitlich aussieht und sich auch in der Tasse absetzt. Woran liegt das? Kann ich das verhindern?

Der Film, der sich beim Abkühlen des Tees am Tassenrand absetzt und den Tee trübt, wird als "Tea Cream" bezeichnet und entsteht durch die Bildung von komplexen Verbindungen aus Koffein, Polyphenolen, Proteinen, Calcium- und Magnesiumsalzen, den sogenannten Härtebildnern des Wassers. Durch den Einfluss von Luftsauerstoff lagern sich größere Verbände zusammen, die schließlich nicht mehr in Lösung gehalten werden können und ausfallen. Je härter das Wasser ist (d.h. je mehr Calcium- und Magnesiumsalze enthalten sind), desto stärker fällt die Komplexbildung aus.

Durch den Einsatz von Wasserfiltern, die das Wasser enthärten, wird die Bildung des bräunlichen Belags vermindert.

Eine andere Möglichkeit, sehr hartes Wasser zu enthärten, besteht darin, das Wasser 2-3 Minuten länger kochen zu lassen. Dadurch wird der im Wasser gelöste Kalk (Calciumcarbonat) unlöslich und setzt sich am Boden als so genannter Kesselstein ab.

Die Wasserhärte Ihrer Region können Sie beim zuständigen Wasserwerk erfragen.

Eine geschmackliche oder gar gesundheitliche Beeinträchtigung ist nicht zu befürchten. 

Muss die Patina in der Teekanne entfernt werden?

Nach längerem Gebrauch setzt sich Patina in der Teekanne ab. Die Patina beeinträchtigt den Geschmack des Tees nicht und muss nicht entfernt werden. Die Kanne sollte lediglich vor und nach Gebrauch mit heißem Wasser ausgespült werden. Spülmittel gehören niemals in die Teekanne. 

Wie sollte Tee aufbewahrt werden?

Tee sollte immer in gut verschließbaren Behältern, kühl und absolut trocken aufbewahrt werden. Dazu eignen sich Teedosen aus Metall (Weißblech), braunem Glas oder Porzellan sowie beschichtete, lichtundurchlässige Teebeutel. Kunststoffbehälter sind nicht so gut geeignet. Alle Behälter sollten ausschließlich für Tee verwendet werden, um das feine Aroma des Tees nicht zu beeinträchtigen. 

Was ist High Tea?

Eine britische Tradition, die heute wieder eine Renaissance erlebt. High Tea ist Nachmittagstee und mehr – pikant belegte Sandwiches, Petit Fours, Früchtekuchen und natürlich Tee. Beim High Tea wird nicht nur getrunken, sondern auch gegessen.