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Presseerklärung zur NDR Sendung „Markt“ vom 12. Februar 2018:

Konsum von TEEKANNE Kräutertee bedenkenlos möglich

Wir möchten hiermit Stellung nehmen  zu  einem aktuellen NDR-Bericht, der für eine – aus unserer Sicht – falsche Berichterstattung zum Thema Pyrrolizidinalkaloide (PA) gesorgt hat. Inzwischen hat der NDR die Berichterstattung zurückgezogen.

Der NDR informierte die Fernsehzuschauer in seinem Format Markt am 12. Februar über sogenannte Pyrrolizidinalkaloide in Kräutertees – Pflanzeninhaltsstoffe, die in Unkräutern vorkommen und unbeabsichtigt in Lebensmittel gelangen. Zu den getesteten Tees zählten unter anderem auch die TEEKANNE Produkte „Sanfte Kamille“ und „Wohltuende 8 Kräuter“. Der NDR kam während seines Beitrags zu der Schlussfolgerung, dass etwa die getestete Packung des TEEKANNE Kamillentees eine zu hohe PA-Konzentration aufweist.

Leider ist der NDR – aus für uns unerklärlichen Gründen – davon ausgegangen, dass für die Herstellung von einem Liter Kamillentee 10 Teebeutel aufgegossen werden. Dies widerspricht jedoch deutlich unserer Erfahrung und Zubereitungsempfehlung einen Liter Tee mit fünf Teebeuteln aufzugießen – und erklärt den vom NDR gemessenen hohen PA-Gehalt. Die Messergebnisse des beauftragten Labors wurden somit vom NDR unter einem irrtümlichen Ausgangspunkt dargestellt.

Zudem nutzt der NDR zur Bewertung seiner Messergebnisse Erkenntnisse des „Bundesinstitut für Risikobewertung“ (BfR) aus dem Jahr 2013. Inzwischen hat „Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit“ (EFSA) auf Grundlage einer in 2017 durchgeführten – und damit sehr viel aktuelleren Einschätzung als die des BfR aus 2013 – eine Risikobewertung zu PA vorgenommen. Hier kommt die EFSA zu der Erkenntnis, dass eine deutlich höhere PA-Menge pro Tag ohne gesundheitliche Risiken aufgenommen werden darf, als bisher angenommen. Bewertete das BfR bisher bei einer 70kg schweren Person eine tägliche Aufnahmemenge  von 0,49 Mikrogramm als unbedenklich, kommt die EFSA nun in ihrer aktuellen Studie zu der Erkenntnis, dass die Aufnahme einer deutlich höheren PA-Menge pro Tag – bis zu 1,61 Mikrogramm – unbedenklich ist. Diese neue Bewertung wird nach unserem Kenntnisstand in Kürze auch das BfR übernehmen.

Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse der EFSA ist der Konsum der beiden in dem Bericht erwähnten Tees als völlig gesundheitlich unbedenklich  einzuordnen. Für den untersuchten Kamillentee kann auf Basis der EFSA-Erkenntnisse der Genuss von rund 9,5 Beutel bzw. knapp 2 Liter pro Tag und für den untersuchten Kräutertee „8 Kräuter“ rund 14 Beutel bzw. 2,8 Liter pro Tag als völlig bedenkenlos eingestuft werden.
Nach unserer Einschätzung können Teetrinker Kräutertee/Tee wie gewohnt genießen. Kräutertees/Tees sind sichere Lebensmittel, die im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung einen wertvollen Beitrag zur täglichen Flüssigkeitsversorgung leisten. Allerdings empfehlen wir in Übereinstimmung mit dem BfR grundsätzlich, auf eine abwechslungsreiche Ernährung zu achten und entsprechend abwechslungsreich zu trinken. Diese Empfehlung gilt insbesondere für Schwangere, Stillende und Babys. Durch die Vielzahl der angebotenen TEEKANNE Kräutertees und Tees ist dies problemlos möglich.

 
 

Hintergrundinformationen zum Thema Pyrrolizidinalkaloide und dem Minimierungskonzept von TEEKANNE

Die Kräuter und andere Rohwaren, die für Tee verwendet werden – z. B. Kamille oder Pfefferminze – enthalten keine Pyrrolizidinalkaloide (PA). PA sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die in Unkräutern vorkommen und unbeabsichtigt in Lebensmittel gelangen. Außer in Tee wurden sie auch schon in Honig, Milch, Eiern, Getreide, Gemüse oder Salat entdeckt. PA-haltige Unkräuter wachsen zunehmend auf öffentlichen Flächen und Brachland im Umfeld der Anbaugebiete. Damit ist das Auftreten von PA auch als ein Ergebnis der bewussten Reduzierung von Unkrautbekämpfungsmitteln zu werten. Aufgrund des natürlichen Ursprungs von PA können Tees aus ökologischem sowie aus konventionellem Anbau gleichermaßen betroffen sein.
Nachdem eine vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) neu entwickelte Analysemethode im Juli 2013 erstmals die Bestimmung von PA in Tees möglich machte, hat die Minimierung von PA im Hause TEEKANNE höchste Priorität:

  • TEEKANNE wendet im eigenen Labor die Analysemethode des BfR seither für seine Untersuchungen an.
  • TEEKANNE Muster, Rohwaren und Fertigwaren aus aller Welt werden so kontinuierlich auf PA untersucht, um auffällige Chargen auszuschließen.
  • Das TEEKANNE-eigene Anbau- und Agrarmanagement und der Einkauf stehen im engen Kontakt zu den Anbauern, um die PA-Anteile direkt im Ursprung bei der Ernte deutlich zu reduzieren bzw. zu beseitigen.

Dank dieser Aktivitäten konnte das PA-Vorkommen in den Kräutertees/Tees bereits signifikant gesenkt werden.
Weitere Informationen zum Spezial-Thema Pyrrolizidinalkaloide finden Sie auch bei der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee unter www.wkf.de.