Unsere Energienutzung & CO2-Fußabdruck
Die Herstellung und der Vertrieb unserer Produkte sind mit Emissionen verbunden. Diese entstehen beispielsweise beim Anbau und der Verarbeitung von Rohwaren, beim Transport sowie bei der Herstellung und Entsorgung unserer Verpackungen.
Um diese Emissionen besser zu verstehen und Reduktionspotenziale zu identifizieren, erstellen wir regelmäßig eine CO₂-Bilanz. Sie zeigt uns, in welchen Bereichen Emissionen entstehen, und bildet die Grundlage für die Planung und Bewertung von Maßnahmen.
Darüber hinaus haben wir uns der Science Based Targets initiative (SBTi) angeschlossen und wissenschaftsbasierte Klimaziele definiert. Damit orientieren wir uns an anerkannten Methoden zur Erfassung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen.
Neben unserem CO₂-Fußabdruck informieren wir auf dieser Seite auch über weitere Themen wie den Einsatz von Ökostrom an unseren Standorten, unser Energiemanagement sowie die ISO 50001-Zertifizierung, die Anforderungen an den kontinuierlichen Umgang mit Energieeffizienz und Energieverbrauch definiert.
Hier findest Du weitere Informationen zu unserem CO₂-Fußabdruck, unserem SBTi-Commitment sowie zu ausgewählten Maßnahmen und Nachweisen im Bereich Energie und Emissionen.
Unsere CO2-Bilanz
Jedes Jahr berechnen wir unseren CO₂-Fußabdruck – über alle Standorte und die gesamte Lieferkette hinweg. Dabei halten wir uns an das international anerkannte GHG-Protocol. Besonders wichtig ist uns die Qualität unserer Daten: Deshalb erfassen wir gemeinsam mit unseren Lieferanten Primärdaten direkt vor Ort. Das macht unsere Klimabilanz besonders präzise und hilft uns, gezielte Maßnahmen zu entwickeln.
Was ist das GHG Protocol?
Das GHG Protocol (Greenhouse Gas Protocol) ist der weltweit wichtigste Standard für die Berechnung von Treibhausgas-Emissionen. Es legt genau fest, wie Unternehmen ihre Emissionen erfassen und in drei Bereiche („Scopes“) einteilen:
Scope 1: Direkte Emissionen aus eigenen Anlagen und Fahrzeugen
Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie
Scope 3: Alle weiteren Emissionen entlang der Lieferkette, z. B. Rohstoffe, Transport oder Verpackung
So wird sichergestellt, dass Klimabilanzen vergleichbar und transparent sind.
Was bedeutet CO₂e?
Beim Klimawandel geht es nicht nur um CO₂, sondern auch um andere Treibhausgase wie Methan oder Lachgas. Diese wirken unterschiedlich stark auf das Klima. Damit man sie vergleichen kann, rechnet man alle in eine gemeinsame Einheit um – die „CO₂-Äquivalente“ (CO₂e). Beispiel: Methan ist etwa 28-mal klimaschädlicher als CO₂, deshalb zählt 1 kg Methan wie 28 kg CO₂e.
Wozu nutzt man Primärdaten?
Primärdaten sind echte Messwerte zu Energieverbrauch, Einsatz von Material und Düngemittel oder Emissionen direkt aus der Produktion oder vom Lieferanten – keine Schätzungen oder Daten aus externen Quellen. Damit lassen sich Treibhausgasemissionen präziser berechnen.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 lagen unsere gesamten Treibhausgasemissionen bei rund 93.000 Tonnen CO2e. Von diesen Gesamtemissionen entfällt bei TEEKANNE – wie bei den meisten Lebensmittelherstellern mit Agrarlieferketten – der größte Teil auf Scope 3, also auf indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, insbesondere aus der Landwirtschaft. Das macht wirksame Klimaschutzmaßnahmen so komplex: In den Scopes 1 und 2 – unserem direkten Wirkungsbereich – können wir dank eigener Anstrengungen und Investitionen selbst tätig werden und durch eigene Maßnahmen Verbesserungen erreichen (Verlinkung zu Rohwarenlager unten). Scope 3 ist jedoch mengenmäßig am umfangreichsten, und hier sind wir auf die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern angewiesen, um Verbesserungen zu erreichen. Eine Herausforderung, die wir annehmen!
Was ist die SBTi?
Die SBTi ist eine internationale Initiative, die von Organisationen wie dem Carbon Disclosure Project (CDP), dem UN Global Compact, dem World Resources Institute (WRI) und dem WWF ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel: Unternehmen dabei unterstützen, Klimaziele zu setzen, die sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. Diese Ziele sollen sicherstellen, dass wir gemeinsam den Temperaturanstieg auf maximal 1,5 °C begrenzen – so wie es im Pariser Klimaabkommen festgelegt ist. Wer sich der SBTi anschließt, verpflichtet sich, Emissionen konsequent zu senken und Fortschritte transparent zu berichten.
Was steckt hinter Klimazielen und Netto-Null?
Wenn ein Unternehmen sich verpflichtet, Netto-Null (oder Net Zero) zu erreichen, heißt das: Es reduziert seine Emissionen so weit wie möglich – im eigenen Betrieb und entlang der gesamten Lieferkette. Übrigbleibende Emissionen werden ausgeglichen, sodass unter dem Strich keine zusätzlichen Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen.
Und auch politisch ist das Ziel klar: Die Europäische Union will bis 2050 Netto-Null erreichen, und Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz verpflichtet, dieses Ziel sogar schon bis 2045 zu erreichen.
Die Rolle der SBTi im Klimaschutz
Die Wissenschaft zeigt: Wenn sich die Erde um mehr als 1,5 °C erwärmt, drohen extreme Wetterereignisse, Ernteausfälle und gefährdete Lebensräume – auch dort, wo unser Tee wächst.
Wir hören und sehen über unsere Partner, wie stark der Klimawandel die Ursprungsregionen bereits trifft – etwa durch Dürren, verschobene Erntezeiten oder Überschwemmungen. Für viele Menschen, die am Anfang unserer Wertschöpfungskette stehen, ist das nicht nur ein ökologisches Problem, sondern eine existenzielle soziale Frage: Kann die Ernte noch gesichert werden? Bleibt das Einkommen stabil? Können Zertifizierungsstandards gehalten werden? Weil wir so eng mit diesen Lieferanten zusammenarbeiten, erwächst daraus für uns als Familienunternehmen eine besondere Verantwortung.
2024 hat sich die TEEKANNE Gruppe verpflichtet, wissenschaftsbasierte Klimaziele gemäß den Vorgaben der SBTi festzulegen. 2025 haben wir unsere kurz- und langfristigen Reduktionsziele sowie die dazugehörigen Klimabilanzen bei der SBTi eingereicht. Die SBTi hat unsere Klimabilanzen geprüft und bestätigt, dass unsere Zielsetzungen alle Kriterien erfüllen. Damit sind unsere Klimaziele offiziell validiert!
Die von TEEKANNE eingereichten und durch die Science Based Targets initiative (SBTi) validierten Klimaziele sind öffentlich verfügbar. Weitere Informationen zu unseren Zielen, den zugrunde liegenden Anforderungen sowie zur Methodik hinter wissenschaftsbasierten Emissionsreduktionszielen findest Du auf der Website der SBTi.
Energiemanagement, Ökostrom & ISO 50001-Zertifizierung
Mit unserer ISO-50001-Zertifizierung haben wir ein systematisches Energiemanagement etabliert. Die Zertifizierung bestätigt, dass Prozesse zur Erfassung, Überwachung und kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistung bei uns etabliert sind. Dadurch identifizieren wir Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz und setzen Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Emissionen um.
Am TEEKANNE Standort in Düsseldorf beziehen wir bereits seit 2018 Ökostrom über die Stadtwerke Düsseldorf für unsere Teeproduktion.
Ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Reduzierung von Emissionen ist die Energienutzung aus regenerativen Quellen. Deshalb betreiben wir auch eigene Dachflächen-Photovoltaikanlagen: Auf unserem Hochregallager liefert eine PV-Anlage jährlich bis zu 450.000 kWh Strom. Zusammen mit dem Gas-Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung deckt sie fast 10 % des Energiebedarfs am Standort ab. Darüber hinaus sind am Standort Düsseldorf noch weitere Photovoltaikanlagen installiert, sodass die gesamte PV-Leistung dort bei rund 700.000 kWh pro Jahr liegt. Auch an unseren weiteren Standorten setzen wir auf eigene Energiegewinnung durch Photovoltaik.
Ziel ist es, den Energieeinsatz kontinuierlich zu optimieren und energiebedingte Emissionen schrittweise zu reduzieren. Das denken wir auch beim Bau neuer Gebäude mit: Auf unser Rohwarenlager in Neuss sind wir dabei besonders stolz. 2022 entstand auf 10.000 Quadratmetern Grundfläche die moderne Teeaufbereitung und -lagerung mit einem voll automatisierten Rohwarenlager. Geplant und gebaut wurde das Lager als sogenanntes Nullenergiehaus. Das heißt, dass es im Jahresmittel nur so viel Energie benötigt, wie das Gebäude auch selbst erzeugen kann. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach deckt den kompletten Energiebedarf des Gebäudes. Effizient beheizt wird es von einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe. Durch die Zusammenführung aller Rohwaren an einem Ort entfallen zudem unnötige Transportwege, und wir treiben die Digitalisierung der Produktionsprozesse konsequent voran.
Deine Tasse – Dein Beitrag: Was Du tun kannst
Ein weiterer großer Teil des Energieverbrauchs fällt erst bei der Zubereitung unserer Tees an. Die Emissionen, die beim Aufkochen des Wassers durch den Wasserkocher entstehen, gelten jedoch als „indirekte“ Emissionen, auf die wir keinen Einfluss haben, und werden deshalb nicht in unserer CO2-Bilanz aufgeführt. Deshalb zählen wir hier auf Dich:
- Nur so viel Wasser erhitzen, wie Du benötigst.
- Wasserkocher statt Topf benutzen.
- Regelmäßig entkalken: Das spart Strom.
- Restwärme nutzen: Tee nicht unnötig nachheizen.
- Bewusst dosieren: Mehr Wasser heißt nicht automatisch mehr Geschmack.
*Alle Informationen zu aktuellen Aktionen & Gewinnspielen findest Du hier.